
Nur ein Tier? Keineswegs.
Warum ist die Trauer um ein verstorbenes (oder vermisstes) Haustier ein passendes Thema für eine Gesprächsveranstaltung im Hospiz? Weil sie sich, was den Verlauf und die emotionalen Auswirkungen angeht, oft gar nicht so sehr von der Trauer um einen verstorbenen Menschen unterscheidet. Darüber waren sich die Anwesenden bei unserer Veranstaltung „Nur ein Tier?“ im Hospiz im Helenenstift einig.
Für viele von uns sind unsere Haustiere vollwertige Familienmitglieder und ihr Tod reißt große Lücken. Die Intensität, mit der wir den Verlust langjähriger tierischer Wegbegleiter erleben, kann erschreckend sein – und trotzdem stößt sie in unserem sozialen Umfeld nicht unbedingt auf Verständnis.
Um diesem Unverständnis besser begegnen zu können, bauen die Trauerbegleiterinnen Barbara Bischof und Bettina Kok auf zwei wesentliche Faktoren:
- Zahlen, Fakten und Zusammenhänge für mehr Wissen und bessere Argumente
- Stärkung und Ermutigung für Betroffene durch das Erleben einer Gemeinschaft von „Eingeweihten“, sowohl in Vortrags- und Gesprächsveranstaltungen als auch in ihrem monatlichen Tiertrauer-Treff per Zoom
Ein wunderbarer lebhafter Austausch aller Teilnehmenden begleitete die spannende Präsentation, die sich ausführlich mit vielen Aspekten der Tiertrauer, z. B. Schuldvorwürfen (nach dem Einschläfern), Symptomen der Trauer, Unterstützungsmöglichkeiten und auch der Frage „Wann ist der richtige Moment für ein neues Tier?“ befasste. Wie so oft in der Arbeit mit Trauernden erwiesen sich die Besucherinnen der Veranstaltung als „Expertinnen in eigener Sache“ und trugen freigebig zum Gelingen des Abends bei. Dafür noch einmal vielen Dank.

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